Forschungsinstitut für Nutztierbiologie (FBN)
Christian Manteuffel, geboren 1978, ist Informatiker aus Rostock. Nach einigen Jahren als Softwareentwickler in der freien Wirtschaft arbeitete er seit 2008 am Forschungsinstitut für Nutztierbiologie (FBN) in Dummerstorf bei Rostock. Dort unterstützte und initiierte er eine Reihe Drittmittel finanzierter Projekte im Bereich der angewandten Nutztierforschung und Stalltechnik. Im Jahr 2015 erlangte er an der Christian Albrechts Universität Kiel mit einer Arbeit im Feld der landwirtschaftlichen Verfahrenstechnik den Doktorgrad. Seit 2019 leitete er die Smart Livestock Farming Gruppe des FBN. Seine Arbeit fokussiert sich auf IoT Sensorsysteme zur Prozessautomatisierung und Lösungen im Bereich des Precision Livestock Farming. Unter anderem widmete sich ein erheblicher Teil seiner Forschung der automatisierten Konditionierung von Nutztieren unter dem Cooperative Livestock Farming Paradigma, bei dem es um die Integration der kognitiven und sensorischen Fähigkeiten von Nutztieren in Haltungsverfahren geht. Ein Teilaspekt dieser Arbeit ist die Entwicklung von Sensorsystemen zur automatischen Verhaltensüberwachung und Verhaltensbewertung. Derzeit richtet er seine Karriere neu aus in Richtung Technologie-Consulting und Entwicklungsdienstleistungen für die angewandte Nutztierforschung.
Christian
Manteuffel
Forschungsinstitut für Nutztierbiologie (FBN)
Datum
Jede Gruppenhaltung von Nutztieren birgt das Potential für Konkurrenz um knappe Ressourcen und in der Folge ein erhöhtes Verletzungsrisiko. Bei behornten Ziegen kann dies besonders schwerwiegende Folgen haben. Eine intensive Überwachung des Tierverhaltens ist deshalb unerlässlich. Ziel des VerZi-Projektes ist es, die Herdenbeobachtung mit Hilfe von künstlicher Intelligenz zu automatisieren. Durch die Quantifizierung von Verhaltensveränderungen wird es dabei möglich, die Wirkung von Maßnahmen zur Verringerung des Verletzungsrisikos objektiv zu bewerten, ohne dass die Verletzungen auch auftreten müssen. Neben Computer-Vision Verfahren kommen dabei auch bioakustische Verfahren zum Einsatz.