Lecturer and Research Assistant
Hochschule Osnabrück
vocational agricultural training, followed by a degree in Agricultural Sciences at the University of Göttingen and subsequent professional experience in the private sector. Since 2009, working at Osnabrück University of Applied Sciences, with a focus on poultry production. Responsible for establishing and consolidating the poultry specialization programme (StanGe). Since 2016, developing continuing education and professional training programmes in the field of commercial poultry production (OPA).
Key areas of expertise include e.g. (digitally supported) indicator-based flock management, as well as lighting and illumination in commercial poultry production.
Datum
Licht und Beleuchtung sind mehr als nur die Betrachtung von Wellen und Teilchen. In der Nutztierhaltung hat Licht einen unmittelbaren Einfluss auf das Verhalten, die Gesundheit sowie die Leistungsfähigkeit der Tiere und ist damit ein zentraler Baustein einer tiergerechten Haltung. Nutztiere wie Rind, Schwein und Geflügel sind tagaktiv, ihre Orientierung erfolgt in erster Linie über das Umgebungslicht. Ist nicht genügend natürliches Licht vorhanden, muss mittels
einer künstlichen Beleuchtung unterstützt werden. Neben der Sicherstellung ausreichender Helligkeit rücken heute vor allem Aspekte wie Lichtintensität und -farbe, Tageslänge, Flimmerfreiheit und ein gezieltes Lichtmanagement in den Fokus, um Tierwohl, Produktivität und Energieeffizienz gleichermaßen sicherzustellen bzw. zu verbessern.
Das neue DLG-Merkblatt 513 soll dazu beitragen, wesentliche Parameter und Eigenschaften von Leuchtmitteln und Beleuchtung in der Nutztierhaltung aufzuzeigen. Im Fokus stehen hierbei insbesondere die spektrale Zusammensetzung, die Flickerfrequenz und die Lichtintensität.
Für Anwender im Nutztierbereich ist es von Bedeutung, diese Parameter genauer zu kennen, deren Anforderungen, Einflussgrößen und Mess- sowie Bewertungsgrößen zu verstehen und
zu erfassen. Die DLG-Merkblattreihe Beleuchtung und Beleuchtungstechnik in Ställen geht auf die tierartspezifischen Besonderheiten ein und gilt als Ergänzung zu diesem Grundlagenmerkblatt.