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Neben vielen anderen Branchen stellt auch die Nutztierhaltung eine Quelle für luftgetragene Emissionen dar. Besonders Ammoniak (NH3) spielt hier eine bedeutende Rolle. Ammoniakemissionen aus dem Stall haben nach der Gülleausbringung und -lagerung den zweitgrößten Anteil an allen NH3-Emissionen aus der Landwirtschaft. Ammoniak-Verluste zu reduzieren, bedeutet nicht nur aktiven Umweltschutz, sondern sichert auch die Nutzung des wertvollen Nährstoffes „Stickstoff“. Ohne Stickstoff sind weder Pflanzen noch Tiere lebensfähig. Je mehr er dem natürlichen Stoffkreislauf verloren geht, desto mehr muss er aus anderen, oft mineralischen Quellen durch Düngung zugeführt werden.
Die europäischen Staaten haben sich mit der NEC-Richtlinie verpflichtet, die nationalen Emissionen von bestimmten Luftschadstoffen um einen festgelegten Anteil zu mindern. So will Deutschland beispielsweise seine nationalen Ammoniakemissionen bis 2030 um 29 % bezogen auf das Referenzjahr 2005 reduzieren, Österreich um 12%. Die Schweiz hat sich als Ziel gesetzt ihre jährlichen Ammoniakemissionen bis 2023 um fast 50% bezogen auf das Referenzjahr 2015 zu reduzieren. Dies entspricht einer Menge von 23.000 Tonnen Ammoniak pro Jahr. Dazu braucht es entsprechende emissionsmindernde Maßnahmen.
Noch sind Rinderhalter nur ab einer bestimmten Bestandsgröße oder an ökologisch besonders sensiblen Standorten verpflichtet, emissionsmindernde Maßnahmen in oder an ihren Ställen umzusetzen. Bereits jetzt fördert der Staat aber deren Umsetzung durch Investitionsförderprogramme – in Deutschland vorrangig durch die AFP-Richtlinie des Bundes, wobei die Bundesländer unterschiedliche Schwerpunkte setzen können. In den Ländervorgaben werden in der Regel konkrete Maßnahmen benannt. Hierzu zählen häufig unter anderem emissionsmindernde Gummibodenbeläge für Laufflächen. Die KTBL-Schrift „Förderfähige Techniken zur Emissionsminderung in Stallbauten“ (2024) gibt einen Überblick über nachweislich geeignete Maßnahmen. In Österreich gibt das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Tourismus (BML) detaillierte Fördermerkblätter heraus. Für die Schweiz liefert die ‚Nationale Drehscheibe Ammoniak‘ einen Gesamtüberblick rund ums Thema Ammoniakreduktion.
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